• Dienstag, 26.09.2017
Print

FINANZPLATZ

Welche Kapitalstrategie in den späteren Jahren?

Untertitel
Von Christian Ribeiro
Welche Kapitalstrategie in den späteren Jahren?
© photocrew / fotolia.com
Mit der nachberuflichen Zeit ändern sich die Prioritäten der Vermögensplanung. In dieser Lebensphase geht es nicht mehr darum, ein Vermögen aufzubauen, sondern aus regelmässigen Renteneinnahmen von AHV und 2. Säule und vom Vermögen, beispielsweise aus der individuellen Vorsorge der steuerbefreiten Säule 3a, gut und sicher zu leben. Um das für den Lebensunterhalt im Alter notwendige Kapital langfristig zu beziehen, haben sich zwei Strategien bewährt: Der Einsatz eines systematischen Verzehr- bzw. Rentenprodukts oder der eigenständig organisierte Vermögensverzehr.

Sicherheit bei Verzehr- oder Rentenprodukt

Der systematische Vermögensabbau basiert auf einer einmaligen Investition. Angesparte Vorsorgegelder – beispielsweise aus der Säule 3a, aus Freizügigkeitsstiftungen oder aus Lebensversicherungen – lassen sich als Einmaleinlagen in so genannte Vermögensverzehr- oder Rentenprodukte einsetzen. Dabei wird das Vermögen in eine regelmässige Rente umgewandelt. Mit den vereinbarten Auszahlungen lassen sich die Einkommenslücken im Alter verkleinern oder sogar schliessen. Die bewusst auf den aktiven Ruhestand mit erhöhten Konsumausgaben ausgerichteten Rentenprodukte gibt es in zahlreichen Ausprägungen: Sie unterscheiden sich in der Länge ihrer Laufzeit – eine Leibrente gilt beispielsweise bis zum Ableben – oder in der Art und Höhe der festgelegten Auszahlungsleistungen.

Individueller Vermögensverzehr mit Flexibilität

Als Alternative zum systematischen Vermögensverzehr bietet sich der selbständige Weg an. Dabei entscheiden die Rentner selbst, wann sie welchen Teil des angesparten Kapitals benötigen. Anders als bei Rentenprodukten bleibt eine Flexibilität gewährleistet: Höhe und Periodizität der Entnahmen lassen sich laufend den Bedürfnissen anpassen. Allerdings stellt dieses Vorgehen hohe Anforderungen an die Ausgaben- und Anlagendisziplin der Pensionierten. Ansonsten besteht das Risiko, dass das Vermögen nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt bis zum Lebensende zu finanzieren.

Welche Lösung oder Kombination von Strategien für die persönliche Einkommenssicherung die richtige ist, wird am besten mit einem Fachspezialisten und abgestimmt auf die finanzielle Gesamtsituation festgelegt und berechnet. Es lohnt sich, frühzeitig mit der Planung zu beginnen, damit das Kapital zum richtigen Zeitpunkt auch wirklich zur Verfügung steht.



Weitere Artikel des Partners «ZKB» (Auswahl)
  Welche Kapitalstrategie in den späteren Jahren?



Diesen Artikel:
Drucken | Merken | Feedback | Weiter empfehlen

Social Networks:
Twitter Facebook MySpace deli.cio.us Digg Google Bookmarks Windows Live Yahoo! Bookmarks