• Montag, 20.11.2017
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ALTERSTHEMEN

Lebensqualität und Sicherheit im Alter

Von Helmut Bachmaier  
Lebensqualität und Sicherheit im Alter
© AAL/2PCS
Das internationale Projekt AAL-2PCS, das die Lebensqualität älterer Menschen verbessern soll, ist in eine entscheidende Phase getreten. Das Produkt ist weitgehend entwickelt, jetzt soll die Einführung in den Altersmarkt geplant werden und danach erfolgen.

Die TERTIANUM-Stiftung ist an einem Projekt beteiligt, das die Spielräume älterer Menschen erweitern soll.


 
Ein internationales Zukunftsprojekt (AAL - 2PCS)
Personal Protection and Caring System (2PCS) Personal Protection and Caring System (2PCS)
 


1. Ausrichtung des Projektes

Das Projekt hat zum Ziel, die Mobilität älterer Menschen zu verbessern und ihre Sicherheit zu erhöhen. Dabei soll ermöglicht werden, den eigenen Lebensstil beizubehalten. Dieses Ziel gilt in gleicher Weise für Personen, die zuhause oder die in Alterseinrichtungen leben.

2. Produktidee

Subjektive und objektive Unsicherheiten wie Ängste vor Stürzen, in gefährlichen Situationen allein gelassen zu werden oder auch allfällig auftretende Orientierungsschwierigkeiten führen zum Verlust von Selbstvertrauen, zur Einschränkung von Selbstbestimmung und reduzierten Aktivitäten. Dadurch kommt es zu einer raschen Verminderung wichtiger sozialer Kontakte.

2PCS soll ein attraktives, intelligentes, bedarfsorientiertes und altersunabhängiges, in der Gestaltung uhrenähnliches Produkt sein, welches die Mobilität erweitert und die Lebensqualität verbessert.

2PCS ist eine Kombination von innovativen Features wie u. a. GPS, GSM, Falldedektor, RF und einem attraktiven Design, gut lesbarem Display und klar verständlichem Lautsprecher. Grossen Wert wird auf die Bedienungsfreundlichkeit gelegt.

2PCS ist modular aufgebaut und kann individuell auf den Nutzen der Trägerin oder des Trägers programmiert werden, wenn nötig auf die Bedürfnisse im Betreuungswesen.

2PCS ist ein interaktives Gerät, welches im Markt als Lifestyle-Produkt positioniert wird und auch als solches wahrgenommen werden soll.

Detaillierte Informationen zum Projekt finden Sie unter: www.2pcs.eu.

3. Partner

Insgesamt sind 9 europäische Partner in einem Konsortium vereint. Die Koordination der Partner liegt bei der Universität Innsbruck. Schweizer Partner sind die TERTIANUM-Stiftung und die CURENA AG.

CURENA AG deckt schwerpunktmässig die Entwicklung und Prozesse im Zusammenhang mit Notrufzentralen ab.

Die TERTIANUM-Stiftung analysiert die Bedürfnisse bei Endverbrauchern und in Alters- und Pflegeeinrichtungen (Interviews, Fragebogen) und begleitet das Projekt mit einer Studie.

Bei einem Forum und einer Ausstellung in Schweden wurden einem internationalen Publikum die ersten Ergebnisse präsentiert.

4. Forum

  AAL Forum 2013 Norrköping (Schweden) 24. – 26. September 2013
„Impacting Individuals, Society and Economic Grow“
 

Das AAL Forum wurde von 800 Interessierten besucht, etwas weniger Besucher als in den vorgängigen Foren in Eindhoven und Lecce (jeweils weit über 1'000 Teilnehmende). 46 Aussteller zeigten ihre AAL-Lösungen mittels verschiedener Ausstellungen und Präsentationen. Das Rahmenprogramm bestand aus Vorträgen und Diskussions-Runden. Teilnehmer seitens der Stiftung war der Koordinator Jean-Pierre Gagnebin, seitens CURENA Andri Färber, der Entwickler mit Blick auf Notrufsituationen.

5. 2PCS

Der 2PCS-Stand wurde sehr rege besucht, vor allem auch, weil ein bereits funktionierendes Produkt gezeigt werden konnte.

Im Hintergrund liefen die Video-Clips mit Bildern aus den Tests in der Perlavita Rosenau, Kirchberg/CH, ein Betrieb, der zur TERTIANUM Gruppe gehört. Dem Direktor, Klaus Hornauer, und den Mitarbeitenden der Rosenau sind wir zu grossem Dank verpflichtet, da in diesem Hause die Tests mit Bewohnern und Mitarbeitenden in mehreren Testphasen durchgeführt werden konnten. Unsere Tests mit Gästen der Rosenau haben ermöglicht, die Anwendung unter realen Bedingungen aufzuzeigen. Die Ergebnisse der Tests sind in die Weiterentwicklung eingeflossen. Über diese Testphase berichten wir eigens noch auf SenLine.


  Interessierte Besucher am 2PCS-Stand.  
  Direktor Klaus Hornauer mit der Bewohnerin Maria Theresa Breitenberg in der Rosenau mit den vorläufigen Geräten für die Testphase.  


Unsere Besucher beim Forum kamen primär aus dem Bereich „Mobile Pflegedienstleister“ und Forschungseinrichtungen. Von diesen wurde ein konkretes Interesse am Produkt bekundet, und sie werden über den Zeitpunkt des geplanten Markteintrittes informiert werden.


  Interessierte Besucher am 2PCS-Stand.  
  Interessierte Besucher am 2PCS-Stand.  


Am Vorabend des Forums boten wir einen 2PCS Side-Event an, hier konnte über das Projekt und dessen Entwicklungsstand informiert werden.


  Eindruck vom Side Event am Vorabend des Forums.  


6. Fazit

Das Forum hat gezeigt, dass 2PCS im Alters- und Pflegesektor auf grosses Interesse stösst, und es hat diejenigen aus dem Konsortium, die gemäss dem erarbeiteten Businessplan das Projekt weiter betreiben und das Produkt marktbereit entwickeln wollen, bestätigt.

Die abschliessende Konsortiums-Sitzung in Innsbruck dürfte damit nur ein „Zwischenhalt“ sein, denn das Produkt wird mit grösster Wahrscheinlichkeit in die Marktreife geführt werden. Über diese Sitzung und die Ergebnisse werden wir auf SenLine berichten.


   
  Die 2PCS-Crew in Norrköping. Mit dem Leiter des Gesamtprojektes Felix Piazolo von der Universität Innsbruck (2. von links).  



Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:



 
Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT
Das Projekt wird ebenfalls mitfinanziert durch die Europäische Union.
 
       
 
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