• Samstag, 18.11.2017
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AUSWANDERN NACH DER PENSIONIERUNG

Keine Grenzen im Alter: Leben im Ausland

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Von Christina Häussler
Keine Grenzen im Alter: Leben im Ausland
© finanzen.de

Welche sind die beliebtesten Auswander-Ziele für Rentner aus Deutschland?

Rund jeder hundertste deutsche Rentner bezieht seine Rente im Ausland, so die Deutsche Rentenversicherung. Innerhalb der letzten zehn Jahre ist vor allem die Schweiz in der Gunst der Senioren gestiegen. Während das Land 1993 noch auf Platz 6 der beliebtesten Ziele stand, war es 2013 die Nummer 1. Dahinter folgen die USA, die bereits seit Jahren populär bei den Rentnern sind. Die Top 3 komplettierte im vergangenen Jahr Österreich. Auch nach Spanien (Rang 4) zieht es immer mehr Rentner, während die Niederlande zwar nicht an Beliebtheit verloren hat, jedoch insgesamt weniger begehrt ist (Rang 9).

Auswandern richtig planen

Neben besseren Lebensumständen und familiären Gründen entscheidet auch die Sprache, in welchem Land Rentner ihren Ruhestand verbringen möchten. Denn wer sich verständigen kann, findet wesentlich leichter Anschluss in der neuen Heimat. Zudem ist es wichtig, dass Auswanderer genau durchrechnen, ob ihr Geld für ein Leben im Ausland ausreicht. Dazu hilft es, die Lebensunterhaltskosten der eigenen Rente samt weiteren Einkünften gegenüberzustellen. Da die Höhe der Rentenzahlung davon abhängen kann, welches Land künftig den Lebensmittelpunkt darstellt, empfiehlt es sich für Rentner mit Fernweh, sich beim Rentenversicherungsträger zu informieren.

Krankenversicherung und Co.: Vor der Auswanderung gut informieren

Neben wichtigen Dingen, etwa ob eine Aufenthaltsgenehmigung notwendig ist, sollten sich Senioren und Seniorinnen vor der Auswanderung ebenfalls um vermeintliche Banalitäten kümmern, beispielsweise um die Anerkennung des Führerscheins. Auch die Frage nach der medizinischen Versorgung darf nicht unbeantwortet bleiben. Zwar sind Rentner im EU-Ausland, in Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums und in der Schweiz gesetzlich krankenversichert, solange sie allein eine deutsche gesetzliche Rente beziehen. Allerdings haben sie im Krankheitsfall nur auf die in der neuen Heimat üblichen Leistungen Anspruch. Kosten diese mehr als in Deutschland, müssen die Betroffenen die Differenz aus der eigenen Tasche zahlen. Im Zweifel kann sich daher eine private Zusatzversicherung als sinnvoll erweisen. Um generell Stolperfallen aus dem Weg zu gehen, sollten diejenigen, die gerne auswandern möchten, diesen Schritt nicht blind wagen, sondern sich vorab gut informieren.

Umfrage zum Auswandern (Rentner in Deutschland)


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