• Montag, 20.11.2017
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PERSÖNLICHKEIT DES MONATS

Beste Lösungen für Bad und Küche

Interview von Maja Petzold  
Vom Einfamilienhaus in die Eigentumswohnung
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Michael Schumacher, CEO der Sanitas Troesch AG, im Gespräch mit Maja Petzold.


Herr Schumacher, Sie sind Vorsitzender der Gruppenleitung der Sanitas Troesch AG. Welche Stationen Ihrer beruflichen Laufbahn haben Sie dahin geführt?

Michael Schumacher: Nach dem Abschluss meines ETH-Studiums als Werkstoffingenieur habe ich in der Beratung bei McKinsey für Industrie- und Logistikunternehmen gearbeitet, zuletzt als Associate Principal. Während dieser Zeit habe ich auch meine Ausbildung mit einem MBA vom INSEAD vervollständigt. 2005 bin ich als weltweit verantwortlicher Leiter des Marketings bei Geberit eingestiegen. Für diese Firma war ich mit meiner Familie zwischen 2007 und 2011 in Shanghai stationiert, als CEO Asia Pacific verantwortlich für den weiteren Ausbau dieser aufstrebenden Region. Letzten Oktober habe ich die Aufgabe als CEO der Sanitas Troesch AG übernommen.

Gibt es prägende Erlebnisse, die Ihren Lebenslauf erheblich beeinflusst haben?

Michael Schumacher: Sicher waren die letzten vier Jahre in China für mich und meine Familie sehr prägend. Diese Zeit öffnete uns ungeahnte Perspektiven auf Menschen und Entwicklungen, welche sich bei uns in der Schweiz noch stark auswirken werden, zum Beispiel im Tourismus und in den Handelskontakten. Durch einen solchen Aufenthalt in der Ferne erhält man eine gewisse Distanz zum bis dahin gewohnten Leben. Danach weiss man die überragende Lebensqualität in der Schweiz wieder viel besser zu würdigen.

Und Ihre ausserberuflichen Interessen? – Haben Sie dafür auch Zeit?

Michael Schumacher: Ich nehme mir die notwendige Zeit, gute Planung und Effizienz sind dafür wichtig. Die Familie, meine Frau und unsere drei Töchtern (7, 10 und 13 Jahre alt) nehmen in meinem ausserberuflichen Leben den wichtigsten Platz ein. Daneben bewege ich mich sehr gerne in der Natur. Im Sommer gehe ich so oft wie möglich wandern und auf Mountainbike-Touren, auch trifft man mich an Orientierungsläufen. Im Winter steht vor allem Skifahren auf dem Programm. Sehr gerne reise ich auch. Ich bin generell neugierig und interessiert an gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Themen.

Würden Sie bitte unseren Leserinnen und Lesern die Sanitas Troesch AG kurz vorstellen.

Michael Schumacher: Sanitas Troesch ist seit 100 Jahren das führende Haus für Küche und Bad in der Schweiz. Wir sind mit 18 Ausstellungen, 31 Sanitär-Shops und sechs Logistikzentren schweizweit präsent. Wir erwirtschaften mit rund 950 Mitarbeitenden gut 600 Millionen Schweizer Franken Umsatz. Kontinuierlich investieren wir weiter, kürzlich wurde in Rothrist eine neue Ausstellung eröffnet. Sowohl im Bad- als auch im Küchenbereich können wir mit einem umfassenden Sortiment und unseren Beratungsleistungen optimal auf die Bedürfnisse unserer Bauprofi- und Endkunden eingehen. Egal, welches Bauvorhaben und welches Budget, bei uns finden die Kunden die optimale Lösung. Für unseren Markterfolg entscheidend sind dabei drei Faktoren: die besten Mitarbeitenden, die besten Ausstellungen und die beste Logistik.

Das Altersbild unserer Gesellschaft wandelt sich seit einiger Zeit. Wie sieht Ihr Bild vom Alter aus?

Michael Schumacher: Ich sehe zwei Aspekte: Auf der einen Seite hat sich das Alter für viele zu einem sehr langen Lebensabschnitt mit vielen Aktivitäten und grosser Lebensfreude entwickelt. Auf der anderen Seite werden die Menschen aufgrund der stetig steigenden Lebenserwartung auch mit vielen zusätzlichen altersbedingten Herausforderungen konfrontiert, insbesondere auch im Wohnbereich.

Ergeben sich daraus neue Aspekte auch für Ihre Firmenstrategie?

Michael Schumacher: Das wachsende und zunehmend wohlhabendere Alters-Segment ist für Sanitas Troesch sehr wichtig. Unsere Beratungsdienstleistungen und unsere Produkte sind selbstverständlich nicht nur, aber auch auf die ältere Bevölkerung ausgerichtet.
Der Hinweis auf die besondere Alterstauglichkeit wird allerdings von Senioren oft nicht gern gehört. Die Kunst besteht darin, den Kunden mit schönen und qualitativ hochstehenden Badezimmern und Küchenlösungen zu überzeugen, welche auch altersgerecht sind, dabei jedoch das Wort „altersgerecht“ gar nicht in den Mund zu nehmen. Viele Entwicklungen, wie zum Beispiel die bodenebenen Duschen oder auch die einfacheren Bedienungsführungen, sind sowohl innovativ und schön als auch altersgerecht. Der Begriff „intergeneratives Wohnen“ passt gut zu dieser Entwicklung.

In welche Richtung kann sich Ihrer Ansicht nach eine Kooperation zwischen der Sanitas Troesch AG und der TERTIANUM-Stiftung entwickeln?

Michael Schumacher: Seit knapp 3 Jahren besteht unsere Partnerschaft mit der TERTIANUM-Stiftung. Ihre Wettbewerbe zu einer altersgerechten Gestaltung von Küche und Badezimmer zeigen, auf welchen Wegen eine Kooperation möglich ist. Wir freuen uns, weiterhin unsere Kompetenzen einzubringen und von den relevanten Aktivitäten der Stiftung zu profitieren, um unser Angebot laufend weiter zu verbessern.


 
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