• Mittwoch, 29.03.2017
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GESUNDHEIT

Wenn Schnarchen gefährlich wird

Von Yvonne Eissler  
© wikipedia.org
Sägen, Pfeifen, Röcheln – keine Frage, Schnarchen stört. Doch es stellt auch eine Gefahr für die Gesundheit dar: Atemaussetzer im Schlaf können auf Dauer zu Schlaganfällen und Herzinfarkten führen.


Wer auffällig schnarcht und sich morgens wie gerädert fühlt, sollte mit einem Arzt sprechen. Meist reicht ein spezielles Atemtherapiegerät, um nachts für eine kontrollierte Luftzufuhr zu sorgen.

Gerhard Schumacher hatte das Problem jahrzehntelang ignoriert, mit zunehmendem Alter und Gewicht wurde sein Schnarchen jedoch immer schlimmer: „Mein angestrengtes Ringen nach Luft brachte meine Frau regelmässig um den Schlaf“, erzählt der 77-Jährige. Erst mit 62 Jahren – nachdem ihn sogar fremde Hotelgäste auf sein Schnarchen angesprochen hatten – ging er zum Arzt. Untersuchungen im Schlaflabor brachten Erschreckendes zu Tage: Während sieben Stunden Schlaf wurden 140 Atemstillstände von insgesamt 70 Minuten festgestellt.

Unbemerktes Volksleiden: Schlafapnoe

Laut Statistik leiden circa 1,2 Mio. Deutsche am Schlafapnoe-Syndrom (SAS), den gefährlichen Atemaussetzern. Besonders gefährdet sind Menschen mit Übergewicht und einem grossen Halsumfang. „Im Gegensatz zum harmlosen Schnarchen (med. Rhonchopathie) ist bei Schlafapnoe das Schnarchen sehr laut und unregelmässig. Hinzu kommen Atmungspausen, Zeiten mit zu flacher Atmung oder Phasen mit hoher Atmungsanstrengung“, erklärt Dr. med. Holger Hein, Spezialist für Schlafmedizin. Im Extremfall können die Atemaussetzer bis zu drei Minuten lang sein. Die mangelnde Versorgung mit Sauerstoff führt dann zu Bluthochdruck, das Risiko für Herzkreislauferkrankungen steigt.


 
Schlafapnoe-Risikotest
Wer tagsüber oft müde ist, nachts schnarcht und Atem-aussetzer hat, leidet möglicherweise an einem Schlafapnoe-Syndrom. Testen Sie hier einfach und schnell, ob Sie zur Risikogruppe gehören.
Zum Test
 


Um diese Folgeerkrankungen zu verhindern, genügt meist schon die regelmässige Anwendung von speziellen Atemhilfen. Die sogenannten CPAP-Atemtherapiegeräte – CPAP-Beatmung (Continuous Positive Airway Pressure) ist eine intensivmedizinische Beatmungsform – versorgen den Schlafenden über eine Atemmaske mit ausreichend Sauerstoff. Durch den sanften Luftdruck werden der Rachenraum und die Atemwege offen gehalten, der Träger schläft ruhig und ohne Schnarchen. „Nach meinen Erfahrungen hat sich die Therapie mit einem CPAP-Gerät sehr gut bewährt“, berichtet Dr. Hein.

Durchatmen und durchschlafen

Bei der Auswahl der Atemhilfe sollte man allerdings auf deren Lautstärke achten. Wenn die Geräuschdämpfung des Druckatmungsgenerators mangelhaft ist oder die Maske schlecht anliegt und undicht ist, entstehen störende Nebengeräusche. Moderne Systeme arbeiten besonders leise und richten sich zudem selbsttätig auf den Benutzer ein. Der notwendige Druck wird automatisch über den Atemstrom des Patienten ermittelt und während der Nacht immer neu reguliert.

Seit 15 Jahren benutzt Schumacher inzwischen ein Atemtherapiegerät. „Früher musste ich stressbedingt drei- bis viermal pro Nacht zur Toilette, durchgehenden Schlaf habe ich nicht gekannt. Seit ich regelmässig mit Atemmaske schlafe, sind diese Probleme weg“, erzählt er. Da sich sein Gerät kompakt verstauen lässt, nimmt er es auch auf Reisen mit – zum Glück für die Zimmernachbarn.

  In enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern sowie Medizinern aus führenden schlafmedizinischen Zentren entwickelt die FLO Medizintechnik GmbH Druckatmungsgeneratoren zur Therapie des Schlafapnoe-Syndroms. Das FLOxPAP ist das einzige im Beatmungsbereich eingesetzte Gerät, welches lungengängigen Feinstaub abscheidet. In einem unabhängigen Vergleichstest der Helmut-Schmidt Universität in Hamburg schnitt es als Gruppenbestes ab. (Testergebnisse unter: www.respiratorcheck.de).  



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