• Montag, 20.11.2017
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PERSPEKTIVEN

Helvetia engagiert sich für die Schutzwälder.

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Von Margrith Mermet
Helvetia spendet Jungbäume
© Helvetia
Eigentum verpflichtet! Schon im Mittelalter gab es in Europa das Leitbild des ehrbaren Kaufmanns. Später waren es die Industriellenfamilien, die sich um die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen ihrer Mitarbeiter kümmerten, indem sie beispielsweise Wohnhäuser bauten. Mit Engagements im Gemeinwesen liessen sie die Gesellschaft an ihrem Erfolg teilhaben. Im Begriff „Corporate Responsibility” (CR) findet sich heute das unternehmerische Engagement wieder. Die Aufgabe von Unternehmen liegt in erster Linie darin, gewinnorientiert zu wirtschaften. Daher sind insbesondere solche Projekte für die Gemeinschaft erfolgreich, die gleichzeitig soziales Engagement, Geschäftszweck und unternehmerischen Pioniergeist miteinander verbinden. Nur wenn der Beitrag zu einer lebenswerten und gerechten Gesellschaft auch zum Kerngeschäft passt, ist er für Mitarbeitende, Kunden, Gesellschaft, Umwelt, Lieferanten und Aktionäre glaubwürdig und nachvollziehbar.

Ein nachhaltiges Engagement

Schutz und Nachhaltigkeit spielen im Geschäft von Helvetia eine bedeutende Rolle. Passend dazu, setzt sich die Schweizer Versicherung seit 2011 für die Aufforstung und Pflege von Schutzwäldern ein. Mit diesem Engagement will Helvetia Menschen, Objekte, Loipen, Wander- und Verkehrswege sichern und vor Elementarschäden schützen. Bis heute hat sie rund 70'000 Bäume, verteilt auf sieben Kantone, gespendet – ein Grossteil davon ist bereits gepflanzt. Das Projekt stösst auf Begeisterung in der Bevölkerung, bei Förstern und Politikern. Und auch Helvetia ist nach wie vor überzeugt von ihrem Engagement. „Es passt zu uns, zu unseren Werten und unserer schweizerischen Identität”, erklärt Daniel Brunner, Leiter Branding Markt Schweiz, der das Projekt ins Leben gerufen hat. „Es ist naheliegend, dass wir als Schweizer Versicherung den alpinen Lebensraum schützen wollen. Wir versichern einerseits Anlagen, Infrastruktur und Häuser und helfen andererseits mit unserem Engagement, dass der natürliche Schutz durch unsere Wälder erhalten bleibt”, ergänzt Martin Schwald, Leiter des Schutzwaldprojekts. Auch Helvetias Ländergesellschaften Deutschland, Österreich und Italien engagieren sich für ihre Schutzwälder, hier wurden insgesamt 60'000 Bäume gespendet.

Willkommene Jungbäume

Der langfristige Aspekt des Engagements ist offensichtlich: Bis ein Baum seine schützende Wirkung entfaltet, dauert es 20 bis 40 Jahre. Seine Lebensdauer geht über 200 Jahre hinaus. Dass auch ihr Engagement nachhaltig ist, ist der Helvetia wichtig. „Es gibt noch viel zu tun in den Schweizer Wäldern. Deshalb haben wir dieses Projekt auf Jahre hin ausgerichtet”, erklärt Martin Schwald. Im Rahmen ihres Grundauftrags sind die kantonalen Forstämter für die Planung und Bewirtschaftung von Schutzwäldern verantwortlich. „Wir evaluieren in Zusammenarbeit mit ihnen geeignete Pflanzgebiete. Ausgewählt werden bedrohte Hanglagen, für die aus Sicherheitsaspekten eine ausserordentliche Aufforstung erforderlich ist”, erklärt Martin Schwald. Für diese Pflanzgebiete spendet die Helvetia den finanziellen Gegenwert von 10‘000 Bäumen. Damit beschaffen die Förster geeignete Setzlinge, koordinieren die Pflanzung und die spätere Überwachung der Jungbäume. „Es ist wichtig, dass nur Bäume gepflanzt werden, die in der Region vorkommen und der natürlichen Waldgesellschaft entsprechen”, meint Martin Schwald. Die Förster und Forstämter sind dankbar für die Spende. „Die zusätzlichen Setzlinge sind in ihrem regulären Aufforstungsprogramm willkommen.”



Daniel Brunner (rechts), Leiter Branding Helvetia Schweiz, und Martin Schwald (links), Leiter Schutzwaldprojekt, stehen hinter dem Schutzwaldengagement.
Stehen hinter dem Schutzwaldengagement: Daniel Brunner (rechts), Leiter Branding Helvetia Schweiz, und Martin Schwald (links), Leiter Schutzwaldprojekt. Foto: Monika Höfler


Eigenhändig gepflanzt

Pro Jahr realisiert Helvetia in der Schweiz zwei Schutzwaldprojekte und spendet je 10'000 Jungbäume. Helvetia finanziert nicht nur die Setzlinge, sie packt auch mit an: Der CEO der Helvetia Schweiz, Philipp Gmür, nimmt jeweils die Hacke selbst in die Hand und pflanzt einen der ersten Bäume. Unterstützt wird er dabei von den Helvetia-Schutzwaldbotschaftern Dario Cologna, Langlauf-Olympiasieger, und LizAn Kuster, Miss Earth Schweiz 2010/11. Philipp Gmür ist überzeugt von diesem nachhaltigen Engagement der Helvetia: „Für unser Unternehmen ist dieses Schutzwaldengagement in vielerlei Hinsicht von grosser Bedeutung. Wir verbinden damit unser langfristig ausgerichtetes Versicherungsgeschäft”, erklärt er. „Heute erhalten wir von unseren Kunden Prämien für ein Leistungsversprechen, das wir unter Umständen erst nach vielen Jahren erbringen müssen, ähnlich wie ein Schutzwald.”



Philipp Gmür, CEO Helvetia Schweiz, pflanzt zusammen mit Dario Cologna und Liza Andrea Kuster, beide sind Helvetia Schutzwaldbotschafter, Jungbäume.
Einsatz oberhalb von Engelberg: Philipp Gmür, CEO Helvetia Schweiz, pflanzt zusammen mit Dario Cologna und Liza Andrea Kuster, beide sind Helvetia Schutzwaldbotschafter, Jungbäume. Frau Kuster ist ausserden Moderatorin für Nachhaltigkeit und Gründerin des Impact Hubs Manila, der eine professionelle Infrastruktur und wachstumsfördernde Dienstleistungen für Jungunternehmer bietet. Foto: Helvetia


Jüngstes Schutzwaldengagement in Engelberg

In der beliebten Tourismusdestination Engelberg hat Helvetia Versicherungen zusammen mit dem Amt für Wald und Landschaft Obwalden und den lokalen Forstdiensten Ende August 2014 ihr jüngstes Schutzwaldprojekt präsentiert. In den kommenden Monaten werden in Engelberg, Giswil, Sachseln und Sarnen insgesamt 10'000 Fichten, Weisstannen, Bergahorne und Lärchen gepflanzt. Im Sommer 2014 wurde der Schweizer Bevölkerung einmal mehr die Bedeutung des Schutzwaldes vor Augen geführt. Zahlreiche Schutzmassnahmen haben dazu beigetragen, dass die Hochwasser bis weit ins Flachland in Grenzen gehalten werden konnten. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisteten die Schutzwälder. Die Kosten für die Hege und Pflege dieses natürlichen Schutzes sind rund fünf- bis zehnmal günstiger als der Bau von künstlichen Dämmen und andern Schutzbauten.

Baumpass kaufen – Jungbaum spenden

Mitmachen beim Schutzwaldprojekt kann jeder. Für zehn Franken kann man einen Baum erwerben, den Helvetia in einem Schutzwaldgebiet nach Wahl pflanzen lässt. „Der Spender erhält eine Urkunde mit Angabe der Baumnummer, der Baumsorte und dem Schutzwaldgebiet, in dem der Baum steht”, erklärt Martin Schwald. Die Baumpässe sind ein beliebtes Geschenk und können einfach über die Website der Helvetia bestellt werden. „Es ist uns ein Anliegen, die Bevölkerung auf die Wichtigkeit unserer Schutzwälder aufmerksam zu machen. Mit den Baumpässen lassen wir sie an diesem Engagement teilhaben.”


Machen Sie mit!

Mit dem Erwerb eines Baumpasses für zehn Franken leisten Sie einen Beitrag zum Erhalt der Schweizer Schutzwälder.

Weitere Informationen: www.helvetia.ch/Schutzwald.





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