• Freitag, 24.02.2017
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GESUNDHEIT

Einschränkungen im Sehvermögen älterer Menschen

Ursachen und Auswirkungen
Von Daniela Schneider
Einschränkungen im Sehvermögen älterer Menschen
© Daniela Schneider
Sehschärfe, Anpassungsfähigkeit des Auges an die jeweilige Sehentfernung, Anpassung an Helligkeitsunterschiede und Kontrastempfindlichkeit nehmen, unabhängig von Augenkrankheiten, mit zunehmendem Alter ab. Lichtbedarf und Blendempfindlichkeit sind im Alter erhöht, und eine visuelle Einschränkung tritt häufig nicht plötzlich auf, sondern kann sich allmählich einstellen. Wenn das Sehvermögen abnimmt, wird dies meist als Verlust an Lebensqualität empfunden. Hörschwächen oder auch Gleichgewichtsstörungen können visuell nicht mehr kompensiert werden. Leider wird eine Verschlechterung der Sehleistung häufig erst sehr spät wahrgenommen. Durch genaues Beobachten von Aussenstehenden und regelmässigen Kontrollen lassen sich oftmals unnötige Frustrationen vermeiden und die Lebensqualität erhalten.

Verlust der Sehschärfe

Markante Schärfenverluste lassen sich meist ab dem 80. Lebensjahr erkennen, ein erhöhter Lichtbedarf hingegen ist bereits schon ab dem 60. Lebensjahr vorhanden. Gründe dafür sind die Alterung des Gewebes, aber auch degenerative Augenerkrankungen - wie etwa die altersbedingte Makuladegeneration. Aber nicht nur Augenerkrankungen können visuelle Probleme zur Folge haben, auch allgemeine Erkrankungen wie Diabetes. Nicht immer sind Erkrankungen die Ursache für Sehprobleme. Häufig ist der eigene fehlende Anspruch, auch im Alter gut sehen zu können, und Unwissen über Verbesserungsmöglichkeiten durch Hilfsmittel der Grund für eine reduzierte Sehkraft.

Ein sehr häufig auftretendes visuelles Problem ist das verschwommene, „neblige“ Sehen. Betrachten wir einen Gegenstand, muss das Licht die Hornhaut, die Linse und den Glaskörper durchdringen, bevor es auf der Netzhaut auftrifft. Wenn aber nun z.B. die Linse durch den grauen Star getrübt ist, entsteht ein Effekt, als würde man durch Nebel blicken. Konturen von Objekten erscheinen unscharf, Farben werden weniger kräftig wahrgenommen. Betroffene erkennen Hindernisse spät und laufen aus diesem Grund auffällig langsam und unsicher. Besonders bei schlechter Beleuchtung fällt die Orientierung sehr schwer – es besteht eine erhöhte Sturzgefahr.





Ursachen, Folgen

Die Beeinträchtigung des zentralen Sehvermögens, meist hervorgerufen durch die altersbedingte Makuladegeneration, hat zur Folge, dass Betroffene nicht mehr fixieren können und somit Mühe haben, Gesichter und Details zu erkennen. Folglich wird auch das Ausüben von gewissen Tätigkeiten wie Lesen, Basteln oder Handarbeiten immer schwieriger. Es geht somit auch die Lust an Gemeinschaftsaktivitäten verloren. Ein Hinweis auf diese Erkrankung des Auges, bei der sich das Zentrum des schärfsten Sehens verändert, ist auch, dass betroffene Personen Aussagen machen wie: „Immer dort, wo ich hinblicke, sehe ich nichts!“ Erst durch eine Seitwärtsbewegung des Kopfes ist diese Person wieder in der Lage, eine Person oder ein Objekt zu erkennen. Eine gute Beleuchtung und vergrössernde Sehhilfen können Tätigkeiten im Alltag erleichtern oder sogar erst wieder ermöglichen.

Im Gegensatz zu jungen Menschen leiden Ältere auch sehr häufig unter erhöhter Blendempfindlichkeit. Der Grund für diese vorübergehende, vereinzelt sogar schmerzhafte, Sehstörung sind trübe Augenmedien. Durch die Trübung der Hornhaut oder der Augenlinse wird das Licht stärker gestreut, und es kommt vor allem bei starken Lichtquellen oder grossen Helligkeitsunterschieden zu unangenehmer Blendung. Dieser Effekt tritt sowohl in Räumen als auch im Freien auf. Ältere, deren Augen sehr lichtempfindlich sind, meiden Sitzplätze am Fenster, verlassen ungerne das Haus und tragen häufig, auch in Räumen, eine Sonnenbrille.

Vermindertes Kontrastsehen

Reduziertes Kontrastsehen ist, ausser auf verschiedene Augenerkrankungen, auch auf die im Alter immer kleiner werdenden Pupillen zurückzuführen. Vermindertes Kontrast- und Farbensehen schränkt Betroffene im Alltag ein, weil gewisse Texte nicht mehr gut gelesen und Gegenstände oder Personen nicht mehr eindeutig erkannt werden. Ausserdem fällt es schwer zu erkennen, ob zum Beispiel ein Glas mit Wasser gefüllt oder leer ist. Mit vermindertem Kontrastsehen geht häufig ein Zurückziehen einher, da die Freude an vielen Aktivitäten verloren geht und die Unsicherheit zunimmt.

Selbständigkeit und Mobilität

Sehprobleme schränken die Selbständigkeit und Mobilität ein – dabei ist gerade die Selbständigkeit der Lebensführung eine wichtige Voraussetzung für eine hohe Lebensqualität im Alter. Durch eine auf die persönlichen Bedürfnisse angepasste Brille oder durch vergrössernde Sehhilfen bleibt die Freude an alltäglichen Beschäftigungen wie Fernsehen, Lesen oder Handarbeiten erhalten. Auch kontraststeigernde und blendungsreduzierende Filtergläser oder LED-Leseleuchten können die Sehqualität markant steigern und tragen so zur Lebensfreude bei. Den Augen sollte eine grosse Aufmerksamkeit geschenkt werden – bis ins hohe Alter.



Schneider Optik – Mobiler Optiker-Service

Für viele ältere Menschen, vor allem für jene, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, gestalten sich Wege zum Optiker oft als sehr beschwerlich oder werden manchmal sogar vermieden. Durch meine Dienstleistungen bekommen Personen, für die der Weg zum Optiker schwierig oder sogar unmöglich ist, die Möglichkeit einer individuellen Lösung. Das kann eine Brille oder eine vergrössernde Sehhilfe, zum Beispiel eine Lupe oder ein Lesegerät, sein. Meine Kunden profitieren von einer kostenlosen Anfahrt und Lieferung sowie von einer umfassenden Sehanalyse und bedarfsgerechten Brillenglasberatung. Auch die Beratung bei Hilfsmitteln gehört dazu. Ein Hilfsmittel, das häufig gar nicht als solches wahrgenommen oder dessen Wichtigkeit unterschätzt wird, ist eine spezielle LED-Leseleuchte, die es in verschiedenen Grössen und sogar unterschiedlichen Lichtfarben gibt.

Als selbständige, mobile Optikerin, spezialisiert auf die Bedürfnisse älterer und sehbehinderter Kundschaft, biete ich den gewohnten Service eines Optikergeschäftes - praktisch, unkompliziert und ohne Zusatzkosten. Mit meinen mobilen Geräten führe ich Hausbesuche im ganzen Kanton Zürich durch.

Schneider Optik, Hörnlistrasse 18, 8600 Dübendorf
Tel. 076 328 38 20 / www.mobile-optikerin.ch




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