• Montag, 20.11.2017
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PERSPEKTIVEN

Der Tierretter von Fukushima

Von Helmut Bachmaier  
Der Tierretter von Fukushima
© tagesschau.de (Printscreen)
Am 11. März 2014 waren es exakt dreieinhalb Jahre her, dass beim Erdbeben vor der Ostküste Japans und dem anschliessenden Tsunami das Kernkraftwerk Fukushima ausser Kontrolle geriet. Fast 20'000 Menschen starben. Wer überlebte, floh. Doch einer ist geblieben, um sich um die verlassenen Tiere zu kümmern: Der Bauer Naoto Matsumura, der Tierretter von Fukushima.


Auch Naoto Matsumura ist, wie alle andern, nach dem Atomunfall geflohen. Aber keiner wollte ihn aufnehmen, den Verstrahlten aus Fukushima, nicht mal die eigene Familie. Da ist Naoto Matsumura in die Todeszone zurückgekehrt, zurück zu seinen Kühen. Es sind die einzigen, die noch in der Strahlzone leben. Viele andere sind qualvoll gestorben. In der Nachbarschaft traf Naoto Matsumura auf die ersten Hunde. Sie bellten. Sie hatten nichts zu essen und nichts zu trinken. Er fütterte sie. Beim nächsten Haus waren wieder Hunde, und auch die Nachbarn daneben hatten ihre Hunde zurückgelassen. Die ganze Stadt war voller Tiere, alle waren zurückgelassen worden.


  Video:
Der Tierretter von Fukushima.     Quelle: Tagesschau.de
 
  Der Tierretter von Fukushima  
  © tagesschau.de (Printscreen)  




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