• Samstag, 23.09.2017
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PERSPEKTIVEN

Das richtige Material rettet Leben

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Von Max Hugelshofer
Das richtige Material rettet Leben
© Schweizer Berghilfe
«Bäh, das schmeckt schrecklich», schimpft Sonja Süess. Sie springt auf, nimmt einen Schluck Wasser, spuckt aus, wischt sich das künstliche Blut vom Mund. Eben noch lag sie als Schwerverletzte im Gras, jetzt ist der praktische Teil der Übung vorbei, und sie macht sich daran, mit ihren zwei Rettern zu besprechen, wie sie betreut worden ist.
Hilfe zur Selbsthilfe für die Schweizer Bergbevölkerung – seit 1943
Nur wenn das soziale und wirtschaftliche Umfeld stimmt, wandern die Menschen nicht aus den Berggebieten ab. Deshalb unterstützt die Stiftung Schweizer Berghilfe jedes Jahr mehrere hundert Projekte von Einzelpersonen und Gemeinschaften, welche die harten Lebensbedingungen in den Bergregionen verbessern. So werden unter anderem dringend notwendige Arbeitsplätze erhalten und geschaffen. Dies ermöglicht es den Menschen in den Schweizer Bergen, ein genügendes Einkommen zu erwirtschaften und weiterhin in ihrer Heimat zu leben.
Sonja Süess ist Vizepräsidentin des Vereins First Responder Sense. Dieser besteht aus knapp 20 Mitgliedern, die verstreut im ganzen freiburgischen Sense-Gebiet wohnen und arbeiten. Ruft dort bei einem Unfall oder einem medizinischen Notfall jemand die Ambulanz, werden die First Responder automatisch aufgeboten.


Die heutige Übung findet gemeinsam mit der Feuerwehr Plaffeien statt.   Ihren Rucksack mit dem medizinischen Material haben die First Responder jederzeit dabei.
Die heutige Übung findet gemeinsam mit der Feuerwehr Plaffeien statt. Die freiwilligen Helfer des Vereins sollen am eigenen Leib erfahren, wie anstrengend Einsätze in voller Montur und mit Atemschutzgerät sind.   Ihren Rucksack mit dem medizinischen Material haben die First Responder jederzeit dabei. Finanziert wurden die Rucksäcke von der Schweizer Berghilfe.

Weil die Ambulanz besonders in der Nacht mehr als eine halbe Stunde für den Weg brauchen kann, sind die freiwilligen Helfer im Normalfall zuerst vor Ort. Sie betreuen die Verletzten solange, bis die Profis eintreffen. Gerade bei Herz-Kreislauf-Vorfällen kann dies Leben retten. Dazu brauchen die Retter aber das richtige Material, wie zum Beispiel einen Defibrillator. Der steckt zusammen mit Sauerstoff, Verbandsmaterial, Rettungsdecken und vielem mehr im roten Rucksack, den jedes Mitglied immer bei sich trägt. Diese Rucksäcke konnte der Verein nur anschaffen, weil die Schweizer Berghilfe sich an den Kosten beteiligte.


Freiburgischer Sense-Bezirk
Die Übung ist vorbei, und die Bewohner des freiburgischen Sense-Bezirks können sich wieder etwas sicherer fühlen. Im Notfall sind die First Responder überall schnell vor Ort.

Über das Leben hinaus Gutes tun
Viele Menschen möchten auch über ihr Leben hinaus Gutes tun und eine gemeinnützige Institution unterstützen. Mit einer Zuwendung an die Schweizer Berghilfe kann man die Lebensqualität der Schweizer Bergbevölkerung wesentlich verbessern. Wie man den Menschen im Berggebiet eine Zukunft geben kann, zeigt der kostenlose Ratgeber fürs Testament. Diesen kann man hier bestellen: www.berghilfe.ch/de/kontakt/unterlagenbestellen.

Bei weiteren Fragen zum Thema steht Martin Schellenbaum gerne zur Verfügung:
Telefon 044 712 60 56, martin.schellenbaum@berghilfe.ch

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