• Samstag, 23.09.2017
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WOHNFORMEN

Bewertung von Eigenheimen

Von Martin Loosli  
Bewertung von Eigenheimen
© wikimedia.org
Für Käufer und Verkäufer einer Immobilie stellt sich die Frage nach der angemessenen Verkaufssumme. Eine professionelle Immobilienschätzung bietet hierbei die gewünschte Unterstützung.


Ein Zusammenspiel verschiedenster Faktoren macht den Verkaufspreis einer Immobilie aus. Nebst der Anbindung an das öffentliche und das individuelle Verkehrsnetz sowie der Zentrumsnähe (Standort) gehören sicherlich das Alter der Liegenschaft, die Wohnfläche, der Landanteil und der Ausbaustandard zu den massgebenden Kriterien. Aber auch die Infrastruktur in der Wohngemeinde, der Steuerfuss, die Aussicht, die Lärmbelastung und selbst der Schattenwurf der benachbarten Liegenschaften werden in einem Verkaufspreis berücksichtigt. Wer den Preis eines Immobilienangebots selbst überprüfen will und nicht über das nötige Fachwissen verfügt, stösst schnell an Grenzen. Es lohnt sich deshalb, den Preis des Traumobjekts professionell und neutral verifizieren zu lassen. Die Auslagen dafür sind gemessen am Verkaufspreis gering.

Fachmännische Schätzung

Der übliche Weg, eine Immobilie zu beurteilen, ist eine Expertenschätzung – am einfachsten bei der finanzierenden Bank. Aufgrund der Objektivität und der umfassenden Marktkenntnisse des Experten sind seine Schätzungen sehr aussagekräftig und angesehen. Sie haben aber auch ihren gerechtfertigten Preis, der meist nach Stundenaufwand verrechnet wird. Grundsätzlich muss man für die Bewertung eines Einfamilienhauses oder einer Eigentumswohnung durch einen Schätzungsexperten mit Kosten um 1'500 bis 2’000 Franken rechnen. Dafür erhält man einen detaillierten Schätzungsbericht mit diversen Plänen, Fotos und Marktdaten.

Hedonische Bewertung

Eine kostengünstigere Alternative bietet die online-Immobilienbewertung auf Basis eines elektronischen Modells. Diese statistische Methode, auch hedonische Bewertungsmethode genannt, beruht auf der Erhebung aktueller Marktpreise unter Berücksichtigung baulicher und geografischer Faktoren. Zu den baulichen Faktoren gehören unter anderem die Grundstücksfläche, die Wohnfläche, das Alter der Liegenschaft und verschiedene Kriterien des Ausbaustandards.

Die Infrastruktur der Wohngemeinde, der Steuerfuss, die Verkehrsanbindung sowie die Lage der Immobilie innerhalb der Gemeinde zählen zu den geografischen Parametern. Das Modell berechnet aufgrund der Preise bei früheren Handänderungen mittels einer bewährten statistischen Methode den Wertanteil, den jeder einzelne Faktor am Gesamtwert der Liegenschaft hat. Entsprechend lässt sich der geschätzte Marktwert ermitteln. Die Genauigkeit einer solchen Schätzung ist insbesondere bei Standardobjekten hoch, da sie auf objektiven Kriterien beruht.

Individuellen Gegebenheiten kann das Modell aber nicht immer genügend Rechnung tragen. Für eine hedonische Bewertung spricht auf jeden Fall ihr günstiger Preis. Vorausgesetzt man verfügt über die nötigen Liegenschaftsinformationen und –kenntnisse, kann sie für rund 300 Franken im Internet - z.B. unter www.homegate.ch oder www.iazicifi.ch - vorgenommen werden.


 
 
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